Kaufberatung

Unterschätzen Sie nicht die alten Klaviere! Besonders Klaviere aus den Jahren 1900 – 1930 sind für ihren einzigartigen stimmvollen Klang berühmt. Außerdem sind gerade diese Klaviere ein wahres Schmuckstück. Der Durchschnittspreis für diese Instrumente variiert bei uns zwischen 1.800,- Euro und 3.000,- Euro.

Bitte achten Sie darauf, dass das Klavier gut reguliert und auf Ton A gestimmt ist, besonders wenn der Kauf von privat erfolgt! Bei einem für 500,- Euro bis 1.500,- Euro von privat gekauftem Klavier, muss man noch 300,- Euro bis 400,- Euro für Wartung und den teueren Transport berücksichtigen. Eine Reparatur kommt jedoch nur in Frage, wenn das Innere des Klaviers noch gut erhalten ist. Aus diesem Grund:
Lassen sie sich auf kein altes Klavier ohne fachliche Beratung ein! Ein von Außen gut erhaltenes Klavier, der in einem Raum mit niedriger Luftfeuchtigkeit gehalten wurde, bleibt auf immer und ewig verstimmt!

Überschätzen Sie nicht das Alter eines Klaviers! Ein 15 bis 20 Jahre altes Klavier ist in der Regel, mindestens aus technischer Sicht, fast neuwertig. Ein kleineres Klavier aus diesem Zeitraum ist zwischen 1.400,- Euro und 1.800,- Euro wert. Kleinklaviere sind ein 60er Jahre Trend und eine nützliche Investition für Anfänger. Aufgrund ihrer niedrigen Höhe (bis 1,10m) können sie sich jedoch nie mit großen voluminösen Klavieren im Klang messen.

Große Vorsicht bei alten, englischen Klavieren und Oberdämpfer-Klavieren ist geboten! Englische Klaviere findet man oft bei einem Antiquitätenhändler, doch erweisen sie sich leider auch als nur eine Antiquität. Oberdämpfer-Klaviere außer den hochwertigeren Marken Ibachund Blüthner werden auch oft zu unbrauchbaren Möbelstücken. Sie erkennt man an den, in der Mechanik, oberhalb von Filzhämmerchen befestigten Filzdämpfer.

Pflege

Die wichtigste Regel: Je geringer die Unterschiede der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, desto besser fuer den Resonanzboden und die Stimmhaltung des Instrumentes.

Empfehlenswert ist eine Raumtemperatur um 20°C mit einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 65 %. Die Anschaffung eines Luftbefeuchtern mit Hygrometer lohnt sich immer.

Stellen Sie das Piano am besten an eine Innenwand des Hauses und möglichst weit entfernt von Heizkörpern, Fenstern und Aussteuern. Zwischen rechter Klavierseite und Zimmerwand müssen mind. 50 cm Abstand sein, damit beim Stimmen genügend Platz zum Arbeiten vorhanden ist!

Das Instrument sollte nicht der Zugluft ausgesetzt sein. Direktes Sonnenlicht kann die Oberfläche verändern und ist – auch aus Gründen der Aufwärmung – zu vermeiden. Wenn der Raum eine Fußbodenheizung aufweist, ist die Stimmhaltung meist beeinträchtigt und Schäden am Klangkörper können durch das Austrocknen von unten entstehen.

Das Piano sollte nicht über einer “Heizschlange” positioniert werden. In diesem Fall empfehle ich Ihnen den Einbau eines Dampp-Chaser Befeuchtungsgeräts. Auch bei sonstigen extremen klimatischen Verhältnissen hilft dieses das Instrument zu schützen.

Denken Sie auch daran, dass der Raum und dessen Ausstattung (Teppiche, Vorhänge, Möbel, usw.) ebensoviele zum Klangbild beitragen wie das Instrument selbst.

Reinigung: Die Klaviatur kann mit trockenem Lappen abgerieben werden. Beim Gehäuse genügt in der Regel abstauben mit einem weichen Lappen, eventuell ganz wenig Politur verwenden. Die Art der Pflege ist natürlich von der Oberflächen Beschaffenheit abhängig und kann je nach Gehäuse-Typ von der Norm abweichen.

Beim Flügel sollte, wenn er nicht gebraucht wird, der Deckel geschlossen bleiben. Wenn das Instrument beim Stimmen vom Fachmann gründlich gereinigt wird, ist normalerweise keine weitergehende Pflege erforderlich.

Interessante links

Das Fachklaviergeschäft in Mannheim – www.musik-lutz.de

Klavierstimmen in München – www.ihr-klavierstimmer.de

Die Musikbibliothek online – www.musikbibliothek.de

Musikinstrumente und Zubehör Onlineshop – www.musik-direkt.com

Blees international Group – www.artefice.de

Münchner Pianist – www.florian-markel.de

My Backlink Webkatalog – www.my-backlink.de